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USM Haller

Die USM U. Schärer Söhne AG mit Sitz im bernischen Münsingen ist ein international tätiger Schweizer Möbelhersteller.
Das Möbelbausystem USM Haller (USM steht für den Produzenten Ulrich Schärer AG, Münsingen), wurde 1963 von Fritz Haller und Paul Schärer entworfen. Die Firma hat den einzigen deutschen Firmensitz in Bühl (Baden). Dort sitzen der Vertrieb und die Montage für Deutschland. Produziert wird immer noch wie damals in der Schweiz.


USM Möbelbausystem Haller

Das USM Möbelbausystem Haller wurde 1965 auf den Markt gebracht. 1969 beginnt die Serienproduktion und der Verkauf des USM Möbelbausystem Haller.
Jedes USM Möbelbausystem ist modular aufgebaut und basiert auf jeweils drei Grundelementen, die eine grenzenlose Vielfalt zur individuellen Einrichtungsgestaltung ermöglichen:

 

  • Kugel (Messing, verchromt)
  • Verbindungsrohre (Stahl, verchromt)
  • Verkleidungselemente in verschiedenen Farben und drei Materialien (pulverbeschichtetes Stahlblech, perforiertes Metall und Glas)

 

Mit den Elementen des Möbelbausystems lassen sich die unterschiedlichsten Objekte bauen: Akten- und Geräteschränke, offene oder geschlossene Korpora, Rollboys, Empfangstheken und Wandverkleidungen. Diese Objekte lassen sich jederzeit wieder zerlegen und erneut zu anderen Objekten zusammenbauen.


Status

Das USM Haller avancierte zu einem Universalmöbel, das in Arztpraxen, Kanzleien, Schulen, Empfangshallen sowie im Privatbereich beliebt ist. Die Marke USM Haller hat einen hohen Statuscharakter.
Im Jahr 1980 wurde es in die Neue Sammlung des Staatlichen Museums für angewandte Kunst in München aufgenommen. 2001 erfolgte die Aufnahme in die permanente Sammlung des Museum of Modern Art (MoMa) in New York (USA).


Unternehmensgeschichte

Die Unternehmenswurzeln gehen auf die 1885 durch Ulrich Schärer gegründete Eisenwarenhandlung und Schlosserei im Hinterdorf von Münsingen (Schweiz) zurück. In den 1920er Jahren entwickelte sich das Unternehmen zu einer auf Fensterbeschläge spezialisierte Kleinfabrik, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Produktion auf Metallbau und Blechbearbeitung ausbaute.
Zu Beginn der 1960er Jahre, mit Eintritt von Paul Schärer, richtete sich das Unternehmen mit dem kompletten Neubau der Fabrik zu einem designorientierten Industrieunternehmen neu aus. Der Architekturauftrag ging an Fritz Haller. Das funktionale Stahlbausystem-Gebäude wurde zum Vorbild des USM Möbelbausystems Haller, das Paul Schärer gemeinsam mit Fritz Haller zunächst für den Eigengebrauch entwickelt.
Nachdem das Unternehmen 1929 von einer Einzelfirma in eine Kollektivgesellschaft umgewandelt wurde, erfolge 1967 die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Diese befindet sich noch heute unter der Führung der vierten Generation im Familienbesitz.

 

 

 

Quelle: usmhaller.de; de.wikipedia.org